Schalles Malerwerkstätten

Die Geschichte der Schalles GmbH ist mit der Geschichte der Stadt Kassel, in der Sie vor 125 Jahren gegründet wurde, eng und wechselseitig verbunden. Die Firma Schalles steht für Innovative und kompetente Handwerkskunst und fühlt sich verpflichtet alte Handwerkstechniken und -fertigkeiten lebendig zu erhalten.

Die Beherrschung dieser Techniken ist wichtige Vorraussetzung für die Spezialisierung zum Fachbetrieb in Denkmalpflege.

Firma Schalles ist heute einer der bekanntesten Denkmalpflegerischen Betriebe in Nordhessen.

So steht die Firma neben dem klassischen Malerhandwerk auch für zahlreiche restaurierte Baudenkmäler in Nordhessen.

Eine Auswahl eindrucksvoller Arbeiten aus den letzten fünf Dekaden, vermittelt das Leistungsspektrum im Bereich Projekte.

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Schalles Malerwerkstätten
Malerwerkstätten & Fahrbahnmarkierungen GmbH
Wilhelmshöher Allee 307 – 309
34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

0561 / 3 20 81
schalles.gmbh@t-online.de
  • Schalles Restaurierungsarbeiten

    Schalles Restaurierungsarbeiten

    Hier finden Sie eine Auswahl eindrucksvoller Arbeiten aus den letzten fünf Dekaden des Leistungsspektrums der Firma Schalles.

  • Stadtkirche Tann / Röhn

    Stadtkirche Tann / Röhn

    Die Stadtkirche von Tann wurde mit Unterstützung von Kaiser Wilhelm II. von 1881 bis 1889 in neugotischem Stil erbaut. An ihrer Stelle war zuvor eine durch Eberhard von der Tann errichtete Kirche gebaut worden, die im Jahr 1879 bei einem Großbrand zerstört wurde.

    Von 1988 bis 1989 erfolgte die Restaurierung der originalen Ausmalung. In allen Bereichen konnten die von uns durchgeführten Befunde eindeutig die ehemals vorhandene Grundfassung belegen. Unter Verwendung von Schablonen rekonstruierten wir die Raumschalenbemalung in Leimfarbentechnik. Die Ausstattungsstücke wurden mit Leinöl und Dammarfirnis überzogen.

    Bauherr: Ev. Kirchengemeinde Tann/Röhn, Bauleitung: Architekt Otto Rommel, Tann/Röhn, Denkmalpflege: Landesamt für Denkmalpflege

  • Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe

    Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe

    Das Ballhaus wurde in den Jahren 1808/1809 von Leo von Klenze für König Jérôme erbaut und diente zunächst als Theater. Seine Innenausstattung entwarf Hofbaumeister Johann Conrad Bromeis im Jahre 1828 nach der Umwidmung als Tanzsaal. Sowohl diese Nutzung wie auch die folgende während der Kaiserzeit – als Tennishalle –, belasteten die Wandmalereien des Ballhauses. Nach 1945 diente es als Speisesaal für amerikanische Besatzungstruppen.

    Der Innenraum wurde von uns in den Jahren 1979 bis 1984 restauriert, unter Beseitigung von Putzschäden an der mit Lehmputz verputzten Tonnendecke. Die leimgebundene Malschicht an der Tonnendecke und am Papageienfries blätterte stark ab, daher fixierten wir ihre schüsselförmig aufstehenden und losen Schollen, extrahierten zahlreiche Wasserflecken und retuschierten sie vorsichtig, zum Teil mit fast ungebundenen Trockenpigmenten. Fehlstellen sind ergänzt worden, um ein geschlossenes Bild zu erreichen.

    Gemalte Arabesken, Früchte, Figuren und Tiere an den Boiserien haben wir wie im Bereich des Tonnengewölbes gereinigt und gesichert. Dabei wurden kleinere Fehlstellen mit Harzölfarben einretuschiert und die Boiserien im Anschluss daran eingewachst.

    Im Herbst 2014 begannen wir mit Sanierungsarbeiten an der Fassade des Ballhauses.

    Auftraggeber und Denkmalfachbehörde: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessens,  Klaus-Peter Schmid,

    Bauleitung: Staatsbauamt Kassel, (Maßnahme 1979–1984)

  • Rathaus Kassel

    Rathaus Kassel

    Das Rathaus der Stadt Kassel wurde von 1905 bis 1909 nach den Plänen von Karl Roth in schlossartiger, neubarocker Form errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges brannte das Rathaus 1943 teilweise aus und wurde um 1950 wieder aufgebaut. Alle Räume wurden nur einfach gestrichen.

    1997 nahmen wir eine Befunduntersuchung vor, um die ursprüngliche Farbigkeit der Räume sowie Veränderungen der späteren Epochen als Grundlage für ein Konservierungs- und Restaurierungskonzept festzustellen.

    Das ursprüngliche Farbkonzept des Architekten Karl Roth

    basierte auf einem gewünschten Farbkontrast zwischen hell gestrichenen Wand- und Deckenflächen und den grau

    gefassten Steinpfeilern mit klar akzentuierten weißen und schwarzen Absetzungen. Wie Ernst Zöllner im „Rathaus-Gedenkblatt zur Einweihung des Neuen Casseler Rathauses“ vom 9. Juni 1909 schrieb, „verleiht [dieses Konzept] dem Rathaus auch im Innern das Gepräge der Würde und Monumentalität.“

    Es wurde entschieden, die ursprüngliche Farbigkeit der Innenräume wiederherzustellen.

    1997 restaurierten wir die Karl-Branner-Halle, 2004 gefolgt von der Restaurierung des Haupttreppenhauses und der Flure mit Vergoldung der Portale. Die weitere, in mehreren Abschnitten erfolgende Überarbeitung der Seitentreppenhäuser und Flure dauert an.

    Bauherr: Stadt Kassel, Bauleitung: Hochbauamt der Stadt Kassel, Prof. Hans-Joachim Neukäter, Denkmalpflege: Untere Denkmalschutzbehörde, Marlies Finis-Sauer, Heinz Kefenbaum

  • Kloster Haydau - Kutscherhaus

    Kloster Haydau - Kutscherhaus

    Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Haydau und spätere landgräfliche Schloss mit zugehörigem Wirtschaftshof besitzt über den nordhessischen Raum hinaus eine besonders vielfältige geschichtliche, baugeschichtliche wie auch kulturgeschichtliche Bedeutung.

    Von den dreizehn bekannten Gründungen von Zisterzienserinnenklöstern in Hessen ist die noch

    geschlossene Anlage des ehemaligen Klosters und Kirche von Haydau, mit überwiegendem Baubestand aus der zweiten Hälfte des 13. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, die am besten erhaltene Anlage. Haydau zählt zu den wenigen mittelalterlichen Klöstern Hessens, deren Baubestand noch einen fast vollständigen Eindruck der ursprünglichen Anlage vermittelt.

    1234/1235 erfolgte die Stiftung durch Ritter Hermann von Treffurt für eine Nonnenniederlassung, die um die Mitte des 13. Jahrhunderts bereits dem Zisterzienserorden angehörte. 1527 wurde das Kloster durch Reformation auf-

    gehoben und zum „Landgräflichen Vorwerk“ des Landgrafen Philipp des Großmütigen. Im Jahr 1556 brachte man im Kloster eine der ersten Dorfschulen Hessens unter. 1606/1608 wurden das Wirtschaftsgebäude, das Burggrafenhaus und der westliche Teil des Herrenhauses um den Wirtschaftshof errichtet. Der Umbau des Klosterkomplexes zum landgräflichen Jagdschloss durch Landgraf Moritz (Baumeister Obrist Heinrich von Siegroth) erfolgte in den Jahren 1616 bis 1619. Ab 1830 war eine Staatsdomäne in dem ehemaligen Kloster untergebracht, die man 1938 bis 1940 auflöste. Das Kloster ging in den Besitz der

    Gemeinde Morschen über und wurde zuletzt zu Wohn-zwecken für Flüchtlinge und Bedürftige genutzt; damit

    begann der allmähliche Verfall des Gebäudes.

    Die Abbildung zeigt den Ausschnitt einer illusionistisch

    bemalten Balkendecke im 1. Obergeschoss des Klosters. Die Malerei entstand im Zuge des Umbaus der Anlage durch Landgraf Moritz in den Jahren 1616 bis 1618. Die meisterhafte Anwendung von Licht- und Schattenlinien vermittelt gekonnt einen sehr plastischen Eindruck. In den Jahren 1998/1999 sind die Malereien von uns freigelegt, gereinigt, gefestigt und durch Retuschen ergänzt worden.

    In den Jahren 2010 bis 2012 wurden im Auftrag der B. Braun AG unter der Leitung des Architekturbüros Kreter, Peters, Lubenow umfassende Restaurierungsarbeiten am Herrenhaus und an den Wirtschaftsgebäuden des Klosters ausgeführt.
    Das auf Basis unserer restauratorischen Voruntersuchungen aufgestellte Gesamtkonzept für die Sanierung umfasste die Fassaden und Innenräume der Gesamtanlage, bestehend aus Herrenhaus, Orangerie und Wirtschaftsgebäuden (Marstall, Kutscherhaus, Klosterscheune und Burggrafenhaus). Die Mauerwerksflächen wurden gereinigt, die alte brüchige Verfugung ausgeräumt und mit einem Kalkmörtel neu ausgefugt. Holzbalken und Ständer ließen wir nach einer gründlichen Reinigung und Ergänzung der Fehlstellen mit Leinöl ein.

    Auf der folgenden Seite sind Ausschnitte aus den Wirtschaftsgebäuden zu sehen, in denen sich heute Seminarräume des Unternehmens befinden.

    Bauherr: B. Braun Medical AG, Bauleitung: Kreter, Peters, Lubenow Architekten, Kassel,Denkmalpflege: Landesamt für Denkmalpflege, Dr. Peer Zietz

  • Stiftsruine Bad Hersfeld

    Stiftsruine Bad Hersfeld

    Die heutige Stiftsruine ist bis auf die älteren Fundamente des Westwerkes ein frühromanisches Gebäude, das 1037/1038 mit der Errichtung des Chors begann, die Einweihung der Krypta erfolgte 1040. Mit dem Westwerk und seinen Doppeltürmen wurde der Bau um 1100 fortgesetzt, unterbrochen Anfang des 12. Jahrhunderts durch den Einsturz des Nordturms, der nicht wieder aufgebaut wurde. Nach Vollendung 1144 eingeweiht, fand 1606 die Auflösung des Klosters statt. 1761 brannte die Kirche ab.

    Die Konservierungsarbeiten an den romanischen Putzflächen in Langchor, Krypta und an der Nordwand des Kirchenschiffes dauerten von Oktober 1999 bis April 2001. Die erhaltenen Putze wurden von uns verfestigt, Hohlstellen verfüllt und die Ränder mit nachgestelltem, trockengelöschtem Kalkmörtel verschlossen.

    Nach der Abnahme der Betonabdeckung des Kryptagewölbes wurden von eingeschalteten Archäologen Aus-
    grabungen vorgenommen. Die freigelegten Funde des Verputzes mit frühromanischen Malereifragmenten  und später auch historische Estriche wurden begleitend zu dem Fortschritt der Ausgrabungen vor Ort in mehreren Schritten konserviert. Unter der Aufschüttung in der Ostapsis des Chores sind auch Befunde von Estrichflächen aus der Bauzeit gefunden worden, welche die Höhe des Fußbodens der ursprünglichen Kirche eindeutig dokumentieren und für die Bauforschung von großer Bedeutung sind. Die freigelegten Bereiche wurden ähnlich wie die Putzflächen verfestigt, abgeböscht bzw. ausgebessert. Malereifragmente sind gereinigt und fixiert worden.

    Auftraggeber und Denkmalfachbehörde: Verwaltung Schlösser und Gärten Hessens, Dr. Kai Mathieu, Dr. Thomas Ludwig, Klaus-Peter Schmid, Bauleitung: Staatsbauamt Bad Hersfeld

  • Ev. Klosterkirche Lippoldsberg

    Ev. Klosterkirche Lippoldsberg

    Für das Benediktiner-
    innenkloster St. Maria in den Jahren 1140 bis 1150 erbaut, ist  die Klosterkirche Lippoldsberg bis auf die Westfront vollständig erhalten geblieben. Nach der Einführung der Reformation in Hessen erfolgte 1526 die Auflösung des Klosters.

    Während der Renovierung des Innenraumes im Jahr 1959 ist die neuromanische Farbfassung der Kirche aus dem Jahr 1873 beseitigt worden, historische Farbschichten wurden entfernt und durch eine Quadermalerei ersetzt.

    Die Kirche befand sich vor dem Beginn der Sanierung in einem schlechten Zustand, mit vielen Verformungen und Rissen. Der Verlauf der Risse an den Gewölben des Kirchenschiffes ließ sich in Zusammenhang bringen mit der Tendenz der Längswände, mit ihren Kronen nach außen auszuweichen. Die sonstigen Risse an den verputzten Wänden und am Gewölbe hatten überwiegend statischen Charakter und setzten sich im Mauerwerk fort. Die Sandsteinrippen waren teils verschoben und statisch nicht sicher. Festgestellt wurden auch Hohlstellen der Putze, die keine Verbindung mehr mit dem Untergrund hatten. Hinzu kamen Beschädigungen durch aufsteigende Mauerfeuchtigkeit und die damit verbundene Versalzung. Die Wandflächen im unteren Bereich waren deshalb bereits mehrfach neu verputzt worden.

    Die Restaurierung der Raumschale erfolgte von 2006 bis 2008, nach der in den vorangegangenen Jahren bereits durchgeführten Dachstuhl- und Mauerwerksanierung. Im
    Gewölbe legten wir die instabilen Sandsteine frei, bei gleichzeitiger Sicherung der losen Steine mit Keilen, und räumten die Fugen aus, danach verfugten wir sie neu. Ein Festigungsmaterial auf Kalkbasis wurde in die Hohlstellen der Putze injiziert. Die Putzarbeiten haben wir mit einem selbstgefertigten, dem romanischen Putz angenäherten Kalkmörtel ausgeführt. Die Putzoberfläche verfolgt die Unebenheiten des Untergrundes und wurde dem Bestand angepasst. Das Anstreichen der Wand- und Gewölbeflächen

    erfolgte mit lasierendem Sumpfkalk, um den gestrichenen Flächen einen changierenden Charakter zu verleihen.
    In den Bereichen, die bei der Risssanierung und den Putzarbeiten restauriert wurden, verfärbt waren oder blätterten, sind die Flächen der Steinimitationen mit Silikatlasuren überarbeitet worden.

    Bauherr: Ev. Kirchengemeinde Lippoldsberg, Pfarrer Christian Trappe, Bauleitung: Architekturbüro Koch & Biwer, Witzenhausen, Projektleitung: Bauberatung der Ev. Landeskirche, Rudolf Toursel, Denkmalpflege: Landesamt für Denkmalpflege, Dr. Verena Jacobi, Dr. Maria Wüllenkemper

  • Kirche St. Marien in Kassel-West

    Kirche St. Marien in Kassel-West

    Die Kirche St. Marien, auch als Rosenkranzkirche bekannt, wurde in den Jahren 1899 bis 1901 nach Plänen des Architekten Georg Kegel als neuromanischer Bau errichtet und 1944 weitgehend zerstört durch einen Bombentreffer in der Vierung, der die südliche Seiten- und Hochschiffwand und den Nordgiebel des Querhauses zum Einsturz brachte. Der Wiederaufbau der Kirche erfolgte in den Jahren 1946 bis 1949. Im Jahre 1953 erhielt die Kirche wieder eine Orgel, die Steinmalerei brachte Kirchenmaler Hubertus Peetz aus Obermarsberg im Jahr 1975 auf.

    2002 wurde die Kirche St. Marien restauriert und renoviert. Nach statischer Sicherung und Beseitigung der aus Kriegsschäden resultierenden Verschiebungen und Risse erfolgte die Wiederherstellung der steinimitierenden Ausmalung der Kirche. Wir haben die Kirche mehrmals mit Sumpfkalk getüncht, um einen geeigneten Untergrund für die Steinmalerei zu schaffen, die Architekturelemente wie Tür- und Fenstergewände, Rippen, Schild- und Gurtbögen, Säulen und Pfeiler darstellt. Sie wurde in mehreren Arbeitsgängen mit Kalkkaseinlasuren rekonstruiert.

    Bauherr: Kath. Kirchengemeinde St. Maria, Bauleitung: Büro Bieling & Bieling, Kurt Bieling, Kassel, Diözesanbaumeister der Diözese Fulda, Dr. Burghard Preußler

  • Klosterkirche Nordshausen

    Klosterkirche Nordshausen

    Als älteste erhaltene Kirche auf dem heutigen Areal der Stadt Kassel verdient die Klosterkirche in Nordshausen besondere Aufmerksamkeit. Ihren Anfang hatte sie alsromanische Dorfkapelle, die um 1200 gebaut wurde. Graf Albert von Wallenstein gründete damit ein Frauenkloster, indem er die Kapelle im Jahre 1257 Zisterzienserinnen schenkte. Diese ließen den Kirchenraum erhöhen, um so eine Empore errichten zu können. Bis 1467 wurde das Kirchenschiff verlängert und ein zweites Mal mit dem heute noch sichtbaren Gewölbe erhöht.

    Die Kirche befand sich vor Beginn der Sanierung im Jahre 2013 in einem sehr schlechten Zustand. Die Sandsteinrippen waren teils verschoben und statisch nicht mehr sicher. An Wänden und Gewölben der Kirche traten Risse auf und es kam zu Ablösungen des Putzes vom Mauerwerk. Ausbesserungsarbeiten brachten Beschädigungen mit sich und aufsteigende Mauerfeuchtigkeit führte zu Versalzung, zudem waren die Anstriche stark verschmutzt.

    Die instabilen Sandsteinrippen und beschädigte Mauerwerksbereiche wurden von uns aufwändig stabilisiert, verschobene Steine wieder eingerichtet und die diffusionshemmenden Dispersionsanstriche abgenommen.

    Danach fand eine erweiterte Befunduntersuchung statt. An der Nordwand des Chores wurde dabei ein roter ornamentaler Fries mit Kleeblattmuster aus dem 15. Jahrhundert entdeckt, vermutlich war es ein Abschluss für das Chorgestühl. Wir haben den Fries in der ursprünglichen Position erhalten und in die Neufassung integriert sowie an der Südwand einen Bibelspruch aus dem Lukas-Evangelium und ein Kreuz mit dem Datum „1586“ freigelegt.

    Alle Putzhohlstellen wurden aufwändig verfüllt, die Fehlstellen mit nachgestelltem Kalkputz ergänzt, Wände und Decken mit Kalk getüncht wie auch Rippen und Schlusssteine mit Kalkfarbe abgesetzt. Die Farbigkeit ist jeweils am Objekt ermittelt worden.

    Bauherr: Ev. Kirchengemeinde Nordshausen, Pfarrer Markus Himmelmann, Bauleitung: Architekt Andreas Kropp, Warburg,

    Projektleitung: Bauberatung der Ev. Landeskirche, Michael Frede, Denkmalpflege: Landesamt für Denkmalpflege, Prof. Dr. Peer Zietz

  • Orangerie im Staatspark Karlsaue

    Orangerie im Staatspark Karlsaue

    Die Orangerie wurde zwischen 1703 und 1711 nach Plänen des landgräflichen Hofbaumeisters Johann Conrad Giesler gebaut. Ab 1722 ergänzte man die Anlage mit dem westlich gelegenem Marmorbad und vollendete sie erst 1765 durch den Bau des Küchenpavillons, der dem Marmorbad östlich gegenübersteht.

    Im Oktober 1943 wurde die Orangerie bei einem Luftangriff stark beschädigt und in den folgenden drei Jahrzehnten lediglich als Ruine provisorisch gesichert. Von 1975 bis 1977 erfolgte der Wiederaufbau der Orangerie als Rohbau, an den sich von 1978 bis 1981 die Wiederherstellung der historischen Fassade anschloss.

    Auftraggeber und Denkmalfachbehörde: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessens, Klaus-Peter Schmid, Bauleitung: Staatsbauamt Kassel

  • Marmorbad im Staatspark Karlsaue

    Marmorbad im Staatspark Karlsaue

    Dank seiner wertvollen Dekoration ist das Marmorbad,  erbaut von 1722 bis 1737 im Auftrag von Landgraf Karl, eine echte Perle barocker Architektur und Bildhauerkunst. Der Besucher wird vom Kontrast zwischen der nüchtern gegliederten Aufteilung der Fassade und dem prunkvollen Interieur bewusst überrascht. Die Vielfalt der verwendeten Materialien und die Kreativität des Architekten, der in dem einfachen kubischen Bau überdies eine Kuppel in Form eines Oktogons versteckt hat, verstärkt diesen Effekt noch.    

    Seinem Namen nach irreführend dem Badespaß gewidmet, dient das Marmorbad in Wirklichkeit als Skulpturengalerie, mit Werken von Pierre-Étienne Monnot. Diesem aus Frankreich stammenden und in Rom wirkenden Bildhauer begegnete der Landgraf während seiner Romreise von 1699 bis 1700. Neben der Anfertigung von klassischen Skulpturen und Wandreliefs beauftragte er ihn zudem mit der Erschaffung eines würdigen Ortes für die Ausstellung der Skulpturen. Von seiner konstruktiven Seite her besteht das dafür geschaffene Gebäude aus Sandsteinblöcken, von innen mit leicht zu bearbeitenden Platten aus Tuffstein verkleidet, auf den dünne Marmorplättchen geklebt sind, als kontrastreichen Hintergrund für Monnots weiße Skulpturen und Reliefs.

    1981 musste das Gebäude aufgrund gravierender Schäden geschlossen werden. Sein damaliger Zustand resultierte aus den Folgen aufsteigender sowie Kondenz-Feuchtigkeit, einer Dachbeschädigung im Zweiten Weltkrieg und aus der Verwendung Falscher  Materialien zur Ausbesserung, wie etwa Gips und Zement. Daraufhin lösten sich unter anderem die Marmorplatten, deren Oberfläche nur noch stumpf und blass wirkte, und die Deckenfarbe blätterte ab.

    Auftraggeber und Denkmalfachbehörde: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessens, Dr. Thomas Ludwig, Klaus-Peter Schmid, Bauleitung: Staatsbauamt Kassel, Peter Nagel, Klaus Zinn, Wolfgang Dörfler

  • Marmorbad im Staatspark Karlsaue - Im Inneren des Marmorbades

    Marmorbad im Staatspark Karlsaue - Im Inneren des Marmorbades

    Dank seiner wertvollen Dekoration ist das Marmorbad,  erbaut von 1722 bis 1737 im Auftrag von Landgraf Karl, eine echte Perle barocker Architektur und Bildhauerkunst. Der Besucher wird vom Kontrast zwischen der nüchtern gegliederten Aufteilung der Fassade und dem prunkvollen Interieur bewusst überrascht. Die Vielfalt der verwendeten Materialien und die Kreativität des Architekten, der in dem einfachen kubischen Bau überdies eine Kuppel in Form eines Oktogons versteckt hat, verstärkt diesen Effekt noch.
       

    Seinem Namen nach irreführend dem Badespaß gewidmet, dient das Marmorbad in Wirklichkeit als Skulpturengalerie, mit Werken von Pierre-Étienne Monnot. Diesem aus Frankreich stammenden und in Rom wirkenden Bildhauer begegnete der Landgraf während seiner Romreise von 1699 bis 1700. Neben der Anfertigung von klassischen Skulpturen und Wandreliefs beauftragte er ihn zudem mit der Erschaffung eines würdigen Ortes für die Ausstellung der Skulpturen. Von seiner konstruktiven Seite her besteht das dafür geschaffene Gebäude aus Sandsteinblöcken, von innen mit leicht zu bearbeitenden Platten aus Tuffstein verkleidet, auf den dünne Marmorplättchen geklebt sind, als kontrastreichen Hintergrund für Monnots weiße Skulpturen und Reliefs.

    1981 musste das Gebäude aufgrund gravierender Schäden geschlossen werden. Sein damaliger Zustand resultierte aus den Folgen aufsteigender sowie Kondenz-Feuchtigkeit, einer Dachbeschädigung im Zweiten Weltkrieg und aus der Verwendung Falscher  Materialien zur Ausbesserung, wie etwa Gips und Zement. Daraufhin lösten sich unter anderem die Marmorplatten, deren Oberfläche nur noch stumpf und blass wirkte, und die Deckenfarbe blätterte ab.


    Abb.: Im Inneren des Marmorbades erlebt der Besucher ein barockes Gesamtkunstwerk


    Auftraggeber und Denkmalfachbehörde: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessens, Dr. Thomas Ludwig, Klaus-Peter Schmid, Bauleitung: Staatsbauamt Kassel, Peter Nagel, Klaus Zinn, Wolfgang Dörfler

  • Marmorbad im Staatspark Karlsaue - Blick in die Kuppel mit Darstellungen der vier Elemente und der vier Jahreszeiten

    Marmorbad im Staatspark Karlsaue - Blick in die Kuppel mit Darstellungen der vier Elemente und der vier Jahreszeiten

    Dank seiner wertvollen Dekoration ist das Marmorbad,  erbaut von 1722 bis 1737 im Auftrag von Landgraf Karl, eine echte Perle barocker Architektur und Bildhauerkunst. Der Besucher wird vom Kontrast zwischen der nüchtern gegliederten Aufteilung der Fassade und dem prunkvollen Interieur bewusst überrascht. Die Vielfalt der verwendeten Materialien und die Kreativität des Architekten, der in dem einfachen kubischen Bau überdies eine Kuppel in Form eines Oktogons versteckt hat, verstärkt diesen Effekt noch.

    Seinem Namen nach irreführend dem Badespaß gewidmet, dient das Marmorbad in Wirklichkeit als Skulpturengalerie, mit Werken von Pierre-Étienne Monnot. Diesem aus Frankreich stammenden und in Rom wirkenden Bildhauer begegnete der Landgraf während seiner Romreise von 1699 bis 1700. Neben der Anfertigung von klassischen Skulpturen und Wandreliefs beauftragte er ihn zudem mit der Erschaffung eines würdigen Ortes für die Ausstellung der Skulpturen. Von seiner konstruktiven Seite her besteht das dafür geschaffene Gebäude aus Sandsteinblöcken, von innen mit leicht zu bearbeitenden Platten aus Tuffstein verkleidet, auf den dünne Marmorplättchen geklebt sind, als kontrastreichen Hintergrund für Monnots weiße Skulpturen und Reliefs.

    1981 musste das Gebäude aufgrund gravierender Schäden geschlossen werden. Sein damaliger Zustand resultierte aus den Folgen aufsteigender sowie Kondenz-Feuchtigkeit, einer Dachbeschädigung im Zweiten Weltkrieg und aus der Verwendung Falscher  Materialien zur Ausbesserung, wie etwa Gips und Zement. Daraufhin lösten sich unter anderem die Marmorplatten, deren Oberfläche nur noch stumpf und blass wirkte, und die Deckenfarbe blätterte ab.

  • Kurhausstraße 7 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe

    Kurhausstraße 7 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe

    Die Villa in der Kurhausstraße wurde um 1890 von dem Kasseler Fabrikanten Gustav Henkel im Stil der italienischen Renaissance errichtet.

    Von 1995 bis 1996 erfolgten umfangreiche Konservierungs-, Überfassungs- und Restaurierungsarbeiten an den Wand- und Deckenflächen des Treppenhauses. Dabei sicherten wir die vom Untergrund gelösten und absturzgefährdeten Putzlagen durch Hinterspritzen mit einem Verfestigungsmaterial, die Verfestigung desintegrierter Putzstellen erfolgte durch mehrmaligen Auftrag eines Festigers. Schollenartig aufstehende und blätternde bzw. pudernde Farbschichten wurden fixiert und Oberflächenverschmutzungen mit Hilfe von Trockenreinigungsschwämmen abgenommen. Putzfehlstellen und Risse besserten wir mit Kalkputz aus, fehlende Stuckelemente wurden von uns entsprechend neu angefertigt. Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten erfolgte die Retusche von fehlenden Teilen der ornamentalen Malerei mit einer selbstgefertigten Leimfarbe. Bei der Durchführung der Vergoldungsarbeiten wurde Pudergold eingesetzt.

    Bauherren: Christina und Johannes Djukic, Denkmalpflege: Amt für Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt Kassel, Dietmar Taubert

  • Villa Burgfeldstraße 21 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe

    Villa Burgfeldstraße 21 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe

    Die Fassade der in der Villenkolonie Mulang im Jahr 1899 teilweise im Fachwerkstil gebauten Stadtvilla wurde von 2009 bis 2010 renoviert.

    Wir entfernten absperrende Anstriche von Balkenwerk und Putz und überarbeiteten die Anschlussfugen. Die Farbigkeit rekonstruierten wir nach Befund. Das Holzwerk wurde mit Leinölfarben gestrichen und die Putzflächen mit Mineralfarben. Bei der Sanierung des Innenraumes im Jahr 2010 legten wir die repräsentative Malerei an den Treppenuntersichten frei und stellten diese in Leimfarbentechnik wieder her. Ebenso wurden die Stuckdecken freigelegt und gründlich überarbeitet.

    Bauherr: Udo Wendland, Bauleitung: Gerrit Floss, IVS Gerhold ImmoProjekt, Denkmalpflege: Untere Denkmalschutzbehörde, Brigitte Warlich-Schenk

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